Rauchmelder als Lebensretter

Warum auch Sie Rauchmelder installieren sollten!
Die Mehrheit aller Brandopfer stirbt an einer Rauchvergiftung. Zwei Drittel von ihnen werden nachts im Schlaf überrascht.
Neben Fahrlässigkeit, werden Brände oft durch einen technischen Defekt ausgelöst. Ohne Vorsorge mit Rauchmeldern endet dies meist in einer Katastrophe! Gerade nachts, wenn alle schlafen, wird ein Brand in Privathaushalten zur tödlichen Gefahr- denn ein Mensch riecht im Schlaf nichts. Tödlich bei einem Brand ist in der Regel nicht das Feuer, sondern der hochgiftige Brandrauch.
Schon drei Atemzüge genügen, um im Schlaf bewusstlos zu werden und zu ersticken!

Rauchmelderpflicht in Bayern seit 2018 – so ist sie geregelt
Auszug aus der Bayerischen Bauordnung (BayBO) Art. 46 (4)
In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, die zu Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Die Eigentümer vorhandener Wohnungen sind verpflichtet, jede Wohnung bis zum 31. Dezember 2017 entsprechend auszustatten. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzern, es sei denn, der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.

Wie sind die Fristen zum Einbau von Rauchmeldern in Bayern?
In Neu- und Umbauten müssen seit dem 01.01.2013 Rauchmelder eingebaut werden.
Für Bestandsbauten galt eine Übergangsfrist, diese endete jedoch am 31.12.2017.

Wo müssen Sie Rauchmelder anbringen?
Rauchmelder müssen in Schlafräumen und Kinderzimmern angebracht werden.
In allen Fluren in der Wohnung bzw. im Einfamilienhaus, über die Rettungswege ins Treppenhaus oder ins Freie führen, ist jeweils mindestens ein Rauchmelder zu installieren.
In Einfamilienhäusern mit einem offenen Treppenraum gilt dieser auch als Fluchtweg und muss mit einem Rauchmelder auf jedem Stockwerk ausgestattet werden.

Wer muss Rauchmelder installieren?
Der Eigentümer (bei selbstgenutztem und vermietetem Wohnraum) muss die Rauchmelder installieren.

Verantwortlich für die Rauchmelder Wartung (Betriebsbereitschaft):
In Mietwohnungen: der Mieter bzw. Bewohner der Wohnung (im Fachjargon: der Besitzer) – es sei denn der Eigentümer übernimmt die Wartung selbst.
ABER: Der Vermieter ist dennoch immer in der Pflicht, die von ihm oder über Dritte (externe Dienstleister) installierten Melder betriebsbereit zu halten, d.h. die regelmäßige Wartung zu übernehmen. Diese mietrechtliche Pflicht verdrängt auch anderslautende Regelungen zur Zuständigkeit für die Wartung von Rauchwarnmeldern in einzelnen Landesbauordnungen!
Im selbst genutzten Wohnraum: der Eigentümer

Kohlenmonoxid (CO) Melder
Kohlenmonoxidmelder bzw. CO-Melder warnen rechtzeitig vor austretendem Kohlenmonoxid und schützen Sie vor dieser unsichtbaren Gefahr und den folgeschweren Konsequenzen einer Kohlenmonoxid Vergiftung. Kohlenmonoxid (CO) ist eine stille Gefahr. Das Gas entsteht vornehmlich durch Verbrennung in Anlagen wie Gasthermen, Durchlauferhitzern (Gas), Gasherde, Kamine oder in Heizungsanlagen. Kohlenmonoxid (CO) wird vom Menschen nicht wahrgenommen, weil es unsichtbar, geruchslos und geschmacklos ist. Darum würden Sie es nicht bemerken und einfach bewustlos werden und nicht wieder erwachen!
Bitte beachten Sie, dass CO-Melder keine Rauchmelder oder Gasmelder sind. Auch Geräte mit Doppelfunktionnen wie Rauch- und CO-Melder sollten Sie nicht einsetzen. Das ergibt sich schon allein aus der Montageempfehlung. Ein Rauchmelder gehört mittig an die Decke. Ein Co-Melder in die Nähe der Feuerstelle in Augenhöhe.